Stinkassant und Teufelsdreck
Auch Hing genannt: Zum Verzehr gemischt mit Bockshornkleesamen.
Ein Gewürz, das man nie vergisst, wenn man einmal daran gerochen hat: harzig, kraftvoll, zwiebel- und knoblauchartig, beinahe scharf in der Nase – aber würzig und fein im Gericht, wenn man weiß, wie man es verwendet: sparsam. Eine Prise genügt.
Gewonnen wird es aus dem Harz eines hochgewachsenen Doldenblütlers. Die Pflanze wächst wild in trockenen Höhenlagen von Punjab, Kaschmir, Pakistan, Afghanistan – und im Iran. Das rohe Harz ist beinahe steinhart und wird seit Jahrtausenden im Ayurveda geschätzt. Nicht nur wegen seines Aromas, sondern vor allem wegen seiner Wirkung auf die Verdauungskraft – Agni – und seinen positiven Einfluss auf die Darmflora.
Weil Asafoetida in reiner Form zu intensiv ist, wird es traditionell mit gemahlenem Bockshornklee vermischt – im Verhältnis 20 % Asafoetida zu 80 % Bockshornkleesamen. Auch bei uns. So entsteht eine kräftige, aber ausgewogene Mischung, die nicht nur in der indisch-ayurvedischen Küche als würzendes Herzstück vieler Gerichte gilt.
Viel Handarbeit und niedrige Temperaturen sind bei der Herstellung gefragt. Damit das Harz nicht an allen Geräten kleben bleibt, mahlen wir die Asa-Brocken nur bei einstelligen Temperaturen. Wegen seiner besonderen Beschaffenheit erfordert die Produktion eine sorgfältige Koordination. Und nicht nur das: Die einzelnen Arbeitsschritte, bis das Harz sehr fein gemahlen ist, sind eine Herausforderung – eine, an der wir über viele Jahre gewachsen sind.
Gute Qualität spricht sich herum: Inzwischen bestellen auch Kolleg:innen aus dem Gewürzgroßhandel ihr Bio-Asafoetida bei uns.
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